Meine Top 12 Social-Media-Tools zum perfekten Arbeiten im Web

Ich lebe Social Media. Mit diesem Lebensmotto verbindet sich für mich mehr als nur eine Haltung. Social Media zu leben bedeutet Erfahrungen und Wissen zu teilen, Geschichten zu erzählen, Fragen zu stellen, ins Gespräch zu kommen und ehrlich an den Antworten der Follower interessiert zu sein, Netzwerke aufzubauen und zu pflegen.

Denn Social Media benötigt eine Menge Zeit – schließlich gibt es viele unterschiedliche Kanäle, über die die Kommunikation läuft und eine Vielzahl an Social-Media-Seiten. Die digitale Vielfalt soll aber nicht in Überforderung münden. Vielmehr dient sie dazu, die Leichtigkeit des Digitalen zu leben. Seit einigen Jahren gibt es zahlreiche Social-Media-Tools, die dabei helfen, den Überblick zu behalten und bestimmte Aufgaben leichter, effektiver und zeitsparender zu erledigen. Auch Unternehmen stellen sehr schnell fest wie komplex die Aufgabe ist, eine Social-Media-Präsenz zu gestalten und kontinuierlich zu pflegen. Angefangen vom Content Management, über die Kommunikation mit der Community im Social Web, bis hin zur Analyse des Traffics. Da jedes Tool seine Stärken und Schwächen hat, bietet es sich an für den jeweiligen Zweck das mit der besten Performance auszuwählen. Nicht jedes gute Analytics-Tool bietet zugleich einen perfekten Content Publisher, eine Real-Time-Monitoring-Funktion oder einen guten Customer-Relationship-Management Bereich. Hier ein Überblick über meine Top 12 Social-Media-Tools.

Klout schafft eine Orientierung über die Influencer

 

Klout ist ein Meta-Social-Media-Tool. Es überblickt die wichtigsten Social-Media-Seiten und misst den Einfluss, den jeder Einzelne im Social Web hat. Ein Klout Score, der zwischen 1 für minimalen und 100 für maximalen Einfluss liegen kann, gibt Auskunft darüber, wie ein Nutzer in Social Media performt. Der Nutzen dieses Tools ist erstens einen Anhaltspunkt dafür zu bekommen, ob das, was ich online mache, so wie beabsichtigt wirkt und die Menschen erreicht, die erreicht werden sollen. Klout entwickelt sich ständig weiter und kann inzwischen auch als Content-Management Plattform genutzt werden. Postings können via Klout auf mehreren Seiten gleichzeitig gepostet werden. Die Seite unterstützt dabei mit Hinweisen, die auf Informationen aus den historischen Daten beruhen, die richtigen Themen zu finden. Ein guter Klout Score kann sich aber auch ganz praktisch auswirken. Auf einem Business-Trip kann beim Check-in im Hotel meine Reputation und meine Reichweite festgestellt werden. Ist mein Klout-Wert entsprechend hoch, bekomme ich vielleicht ein kostenloses Upgrade für die Suite. Wenn ich dies im Gegenzug bei Twitter und Facebook erwähne, erreicht der Betreiber garantiert mehr potentielle Kunden als über klassische Werbeanzeigen.

Talkwalker für Monitoring und Alerting

Auch wenn andere Tools über eine Monitoring-Funktion verfügen, lohnt es sich eine separate Anwendung ausschließlich für diesen Zweck zu nutzen. Allein was das optische Erscheinungsbild betrifft, kann hier kaum ein Tool mithalten: Mit Talkwalker lassen sich individuelle Dashboards erstellen, Analysen zu bestimmten Themen und Fragestellungen separat abspeichern und in anderen Formaten exportieren. Monitoring und Analytics sind die Grundlage für Entscheidungen im Marketing, bei der Social-Media-Strategie und damit wegweisend bei der Gestaltung einer Brand. Wer wissen will, wie es um die Reputation seiner Marke steht, findet kaum ein so leistungsstarkes Tool wie Talkwalker. Über Alerts, die individuell programmierbar sind, kann man sich jederzeit einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen verschaffen. Branding wird von dem Analytics-Unternehmen Trendiction, das hinter Talkwalker steht, ganzheitlich als eine digitale Social-Media-Story verstanden. Deswegen heißt das Dashboard auch Storyboard.

HootSuite – Social-Media-Dashboard

Für aktive Nutzer im Social Web ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Auf welcher Seite habe ich meinen Post bereits veröffentlicht? Welche Retweets und Reaktionen gibt es auf welcher Plattform? Auf welcher Page war der wertvolle Hinweis zu meinem Blogeintrag vor drei Wochen? Für den Privatanwender lassen sich zumindest die wichtigsten Seiten über eine einzige Anwendung steuern. In Hootsuite verbinden sich Facebook, Twitter, LinkedIn, Foursquare und Google+ auf einem Dashboard. Das spart eine Menge Zeit und ich kann einfach eine Nachricht in verschiedenen Netzwerken absetzen und vorausplanen. Auch Fan-Pages auf Facebook und Blogs auf WordPress lassen sich einbinden. Da alles browserbasiert ist, lässt sich von jedem beliebigen Rechner aus, alles steuern. Sogar mehrere Mitarbeiter-Accounts können erstellt werden, so dass zum Beispiel die Pflege einer Fan-Page aufgeteilt werden kann.

ShoutLet – ein super Allrounder für Community und Content Management

Als Content Publishing Tool bietet Shoutlet im Vergleich zu vielen anderen Tools am meisten Möglichkeiten. Inhalte können sehr detailliert und gezielt auf Facebook, Twitter und YouTube veröffentlicht werden. Schon bei der Veröffentlichung lassen sich Beiträge einer bestimmten Kampagne zuordnen. Dadurch lässt sich später genau rekonstruieren, wie erfolgreich eine Kampagne war. Daneben überzeugen besonders die Moderationsfunktionen von Shoutlet. Der Community Manager kann die Beiträge der diversen Plattformen sehen, taggen, beantworten oder einem anderen Mitarbeiter zuweisen. Im Rückblick kann der komplette Dialog mit Fans und Followern zurückverfolgt werden. Damit wird eine gute Grundlage für das Social Relationship Management geschaffen.

Social Media Marketing mit Wildfire

Wenn es um Promotion in Social Media geht, bietet Wildfire den größten Funktionsumfang. Über das Tool lassen sich Umfragen, Quizzes, Trivia wie „Welcher Typ bist Du?“, Gewinnspiele oder individualisierte Coupons mit Gutschein-Codes erstellen. Das Aufsetzen von Promotion dieser Art dauert nur wenige Minuten und die Benutzeroberfläche lässt sich intuitiv bedienen. Zum Funktionsumfang von Wildfire gehört auch ein Content-Management, das sehr umfangreich ist. Abgerundet werden die Funktionen durch ein umfangreiches Analyse-Tool, die aufschlussreiche Rückschlüsse über die Kampagnen im Social Web zulassen. Eine kleine Randnotiz: Keinem geringeren Unternehmen als Google hat das Konzept der Firma Wildfire so gut gefallen, dass es nicht nur seine Dienste nutzte, um die eigene Werbestrategie zu gestalten – Google kaufte Wildfire kurzer Hand und betreibt sie seither weiter und hat sie in DoubleClick Digital Marketing integriert.

Engagor ermöglicht erstklassigen Kundendienst

Die Anwendung Engagor ist eine Business-Lösung, die alle Erwähnungen in Social Media registriert, automatisch Influencer erkennt und die Möglichkeit bietet, direkt mit Postings, Kommentaren oder Empfehlungen zu reagieren. Der Community Manager oder der Social-Media-Kundendienst kann dazu ein sehr großes Spektrum von Social-Media-Accounts miteinander verknüpfen. Die Profile von inzwischen 13 verschiedenen Plattformen – neben den etablierten Seiten wie Facebook und Twitter finden sich auch Foursquare, LinkedIn, Tumbler, Tripadvisor oder Soundcloud. Engagor erlaubt es Multimedia- und Targeted-Postings zu veröffentlichen und zu planen. Dem Kundendienst stehen Antwortvorlagen zur Verfügung, sodass schnell und automatisiert auf individuelle Kundenanfragen reagiert werden kann. Schließlich gibt die Auswertung über die Team-Performance Aufschluss sowohl in Bezug auf die Aktivität einzelner Teammitglieder als auch über die Antwortgeschwindigkeit. Engagement der Community und dem Kunden gegenüber lässt sich mit diesem Tool planen, messen und verbessern.

Brandwatch

Die Daten aus Social Media gelten zu Recht als wichtigste Quelle bei Big-Data-Analysen im Marketing und Advertising, der Markt- und Trendforschung und der Produktentwicklung. Brandwatch ist derzeit das leistungsstärkste Tool auf dem Gebiet der Social-Data-Auswertung. Die Anwendung sammelt Erwähnungen im Social Web, identifiziert Multiplikatoren und Influencer, entfernt Spam und scannt ein enormes Datenvolumen – aktuelle und historische Daten und das weltweit. Das Resultat sind themenbezogene Reports auf der Grundlage von Social-Media-Analysen mit hoher Datenqualität. Die Schnelligkeit der Anwendung und das klare, ansprechende Design der umfassenden Ergebnisse machen Brandwatch zum absoluten Profi-Tool der Spitzenklasse.

Meltwater Buzz – Community Management meets Marketing

Meltwater Buzz ist eine Social-Media-Marketing-Anwendung, die Unternehmen dabei unterstützt, eine Marke aufzubauen. Das umfangreiche Tool bietet alle denkbaren Services von Monitoring, Communication, Interaction, Community und Analytics. Das Alleinstellungsmerkmal von Melwater Buzz ist die enge Verknüpfung von Community-Management und Marketing. Durch die Datenanalyse wird eine Übersicht über alle gesammelten Userdaten – bezogen auf die Fans einer Facebook-Seite – geschaffen. Für jeden User lassen sich sogar individuelle Analysen, unter anderem über seine Reichweite, vergangene Posts und Kommentare und weitere Profile im Social Web erstellen. Die Reichweite eines Influencers berechnet sich dabei über mehrere Profile hinweg. Dadurch können einerseits gezielte Marketing-Aktionen auf einer soliden Datenbasis erfolgen und andererseits die Community nach individuellen Bedürfnissen gepflegt werden.

Sharing ganz easy mit Buffer

Für den Alltagsgebrauch genügt manchmal eine zentrale Schaltstelle, von der aus auf den wichtigsten Plattformen wie Facebook, LinkedIn, Google+ und Twitter gepostet werden kann. In der kostenlosen Variante erlaubt Buffer das Verknüpfen von drei Accounts – das genügt für den Anfang auch für Ansprüche von Bloggern und Online-Journalisten. Gegen einen Aufpreis lässt sich der Umfang beliebig erweitern und inzwischen gibt es eine Business-Variante. Das wichtigste Feature von Buffer ist das leichte Sharing von Links – auch ganz praktisch direkt aus dem Browser heraus via Erweiterung – Postings, geplante Beiträge und auch Content wie beispielsweise Bilder. Vorsicht ist bei Buffer geboten, wenn es um die Eigenheiten der einzelnen Seiten geht – das “+” bei Google+ oder die Beschränkung auf 140 Zeichen bei Twitter.

IFTTT – reduce to the max

Hinter dem Kürzel “IFTTT” verbirgt sich die Grundformel der Programmierung “If this than that” – wenn die eine Bedingung erfüllt ist, dann folgt eine bestimmte Aktion. Mit IFTTT lassen sich demnach alle möglichen Apps und Aktionen als Bedingungsvariable einstellen. Im Moment sind es mehr als 160 mögliche Kanäle, auf denen etwas passieren kann. Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind schier endlos. Jede einzelne der 160 Aktionen kann mit einer von 160 Reaktionen kombiniert werden. Die Aktionen – sogenannte Trigger – lösen dann eine vorab definierte Aktion aus. So lässt sich beispielsweise festlegen, wenn ein Foto gemacht wird, dann wird es bei Instagram gepostet. Wenn ich telefoniere, dann wird die Telefondauer in einem Excel-Sheet gespeichert. Wenn eine E-Mail von einem bestimmten Absender kommt, dann erhalte ich eine SMS über den E-Mail-Eingang. Wenn ich bei Facebook ein neues Profilfoto erstelle, dann soll dies auch bei Twitter das neue Profilbild werden. Und so weiter. Diese Wenn-Dann-Konstruktionen nennt IFTTT Rezepte. Sind die Rezepte erst einmal angelegt, erleichtern sie das Leben enorm.

Alert.io – immer auf dem Laufenden

Mein Favorit was Themen-Monitoring betrifft, ist Alert.io. Gerade wenn es um Reputation Management geht, ist es wichtig einen genauen Überblick über den Stand der Erwähnungen zu haben. So lässt sich ablesen, wer und was gerade gefragt ist und welche Trends in Zukunft wichtig werden. Für Content-Manager kann die App zu einer sprudelnden Quelle werden. Kein relevantes Ereignis kann einem so mehr entgehen. Auch Produkte und Marken findet Altert.io zuverlässig. Die kostenlose Version liefert pro Monat 250 Mentions. Wer gerade dabei ist eine Marke aufzubauen, dem genügt das für den Anfang. Die Keywords sollten jedoch mit Bedacht gewählt werden. Sehr hilfreich ist, dass alle Erwähnungen kategorisiert werden in negativ, neutral oder positiv. Die vielen eigenen Nennungen können selbstverständlich herausgefiltert werden.

Quintly hilft bei Optimierung und schafft Wettbewerbsvorteile

Quintly ist ein Analyse- und Optimierungs-Tool für Unternehmer, die ihre Marketingstrategie bereits auf vielen verschiedenen Social-Media-Seiten erfolgreich etabliert haben. Die in Köln entwickelte Analyse-Plattform unterstützt die wichtigsten Sozialen Netzwerke: Facebook, Twitter, Instagram, Google+, YouTube und LinkedIn. In übersichtlichen Diagrammen und Grafiken wird dargestellt, wie erfolgreich Kampagnen in den verschiedenen Social-Media-Netzwerken sind. So wird lesbar gemacht, wo Verbesserungsmöglichkeiten sind und welche Strategien verstärkt verfolgt werden sollten. Doch das ist nur ein Teil der Einsichten in das Geschehen, die Quintly bietet. Der Markt besteht aus Mitbewerbern, die ebenfalls um die Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken buhlen. Mit Quintly kann man die Konkurrenz beobachten und vergleichen, wer an welcher Stelle die Nase vorn hat. Im entscheidenden Moment an der richtigen Stelle zu sein, hat nicht länger etwas nur mit Glück zu tun. Wer richtig beobachtet, kann Erfolg planen.

Ein Beitrag von Ibrahim Evsan | Social Trademarks GmbH

Über den Autor

Ibrahim Evsan
Ibrahim Evsan

Ibrahim „Ibo“ Evsan lebt Social Media. Er ist Keynote-Speaker und Experte für Social Media sowie Online Reputation Management. In seinen Vorträgen behandelt er Themen wie digitale Transformation, Wertschöpfungsstrategien im Web, das Leben im Social Media und Lifestream. Bereits in frühen Jahren entschied er sich, digital aufgestellte Unternehmen in Köln zu gründen. Der Serial Entrepreneur gründete unter anderem sevenload, eine der größten Video-Plattformen seinerzeit. Seine Firma Social Trademarks GmbH hilft Ihnen bei Ihrem Online Reputation Management.

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